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Nationalpark
Vorpommersche Boddenlandschaft

Beitrag und Bilder: Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft

Darßer WeststrandMit einer Landfläche von 118 km² und einer Wasserfläche von 687 km² ist der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft siehe Karte eine der wenigen naturhaften Großlandschaften Mitteleuropas. Er erstreckt sich über den Darß, den Zingst bis hin an die westrügensche Küste und schließt große Flächen von Bodden und Ostsee ein. Der Nationalpark dient dem Schutz und dem Erhalt dieser Landschaft mit ihren Dünen, Nehrungen, Strandseen, Windwatten und Salzgrasland, ihrer typischen Tier- und Pflanzenwelt, den Steil- und Flachküsten mit natürlicher Dynamik, den naturnahen Waldbeständen und dem größten Kranichrastplatz Mitteleuropas. Die Natur kann sich in diesen Räumen frei entfalten, wirtschaftliche Nutzung erfolgt gebietsweise traditionell. Die Ortschaften sind nicht in den Nationalpark einbezogen. Der Besucher kann das Schutzgebiet in weiten Teilen individuell oder auf geführten Wanderungen erleben.

Altdarß

Der Darß ist ein Juwel des Nationalparkes.

Das wildreiche Waldgebiet ist in zwei große Bereiche gegliedert. Südlich der Altdarß als der Rest eines Inselkerns, der nach der Entstehung der Ostsee aus dem Wasser ragte. Er ist heute meist mit Kiefern bewachsen, aber auch Rotbuchenbestände sind in dem früher überwiegend mit Eichen bewachsenen Wald recht häufig. Eine in der Nähe des Großen Sterns deutlich sichtbare Geländestufe, das Alte Meeresufer, markiert den übergang zum etwas tiefer gelegenen Neudarß. Dieses erdgeschichtlich wesentlich jüngere Gebiet entstand durch Anlandung. In nördliche Richtung reihen sich Reffe, ehemalige Dünenzüge, und Riegen, sumpfige Senken, aneinander. Die höhergelegenen Reffe sind meist von Kiefern und Buchen bewachsen, in den Riegen dominieren Erlen und Birken. Während der Darßer Ort durch Anlandung jährlich um mehrere Meter in nördliche Richtung weiter wächst, ist am Weststrand ein Landrückgang zu erkennen.

Die größte Waldfläche auf dem Zingst ist der urwüchsige Osterwald, charakterisiert durch Birkenbruchwälder und Stieleichen-Birkenwälder mit alten Kiefern, Buchen und einem Unterwuchs aus Stechpalme und Waldgeißblatt.
Ganz im Osten der Halbinsel Zingst befindet sich das größte Weißdünengebiet an der deutschen Ostseeküste, die Hohe Düne von Pramort. Im Osten schließen sich die Werder-Inseln an. In deren Flachwasserbereichen rasten während der Zugzeit im Herbst mehrere zehntausende Kraniche neben unzähligen Wat- und Wasservögeln (ca. 100 Arten).

BoddenDie flachen, von der Ostsee abgeschnürten Gewässer nennt man Bodden. Hier leben über 40 verschiedene Fischarten, unter ihnen Aal, Barsch und Zander. Die breiten Röhrichte sind idealer Lebensraum für viele seltene Vögel, wie Rohrsänger und Rohrweihe. Auf den Küstenvogelbrutinseln brüten über 30 zum Teil vom Aussterben bedrohte Arten, zu nennen sind der Rotschenkel, der Große Brachvogel und die Uferschnepfe. Extensive Weidewirtschaft erhält einen für manche Arten notwendigen Lebensraum.

Barhöft mit seinem seit langem nicht mehr aktivem Kliff auf der Festlandsseite gelegen, bietet Einblicke in die landschaftlichen Besonderheiten zwischen dem Ostzingst und dem Süden der Insel Hiddensee. Dazu gehört auch die Waldinsel Bock mit vorgelagertem Windwatt.

Graureiher

Die Westküste Rügens

besitzt mit ihrer Naturbelassenheit einen Ruhecharakter, der anderenorts kaum noch zu finden ist. Von den insgesamt neun kleineren Inseln zwischen Rügen und Hiddensee gelten einige als bedeutende Küstenvogelbrutgebiete. Die meist bodenbrütenden Vögel haben auf diesen Inseln Schutz vor dem Zugriff von Nesträubern z.B. Füchsen wie auch vor den störenden Einflüssen des Menschen. So brüten allein auf der Insel Heuwiese 20-30 Vogelarten. Während des herbstlichen Vogelzuges sind zehntausende Gänse und Kraniche zu beobachten. Sie äsen am Tage auf den abgeernteten Feldern und ruhen nachts auf abgelegenen Wiesen oder in stillen flachen Buchten. Bemerkenswert viele Reiher- und Schellenten überwintern auf rügenschen Gewässern. Der große Bestand an Höckerschwänen und lässt manchen Boddenabschnitt weiß aufleuchten.
Das Bild der Boddenufer bestimmen große Schilfröhrichte mit eingestreuten Salzwiesen. Mit ihrem Insektenreichtum locken die unzugänglichen Röhrichte Rohrammern und Rohrsänger an. Bläßhuhn und Stockente sind als Brutvögel im Wasserröhricht zu Hause. Viele Jungfische wachsen in seinem Schutz auf.
Im Ergebnis winterlicher überflutungen durch Boddenwasser und sommerlicher Beweidung vor allem durch Rinder entstanden entlang der Boddenküste Salzwiesen. Sie stellen einen seltenen Lebensraum mit bestandsbedrohten Pflanzen wie Salzschuppenmiere und Queller dar. Darüber hinaus sind sie bevorzugte Brutreviere für Watvögel.
Der Bug, der größte Sandhaken der Insel Rügen wurde lange militärisch genutzt. Die nach Süden wachsende Landzunge umfasst Wälder, Dünen und artenreiche Feuchtgebiete. Heute sind in die durch Menschenhand geschaffenen Waldkulturen zahlreiche Gehölze eingewandert.
Die Naturbesonderheiten Westrügens können auch auf geführten Wanderungen z.B. auf Ummanz und auf dem Bug erlebt werden. Verschiedene Aussichtsplattformen z.B. in Tankow auf Ummanz oder in Streu bei Schaprode laden zu Beobachtungen ein.

Hiddensee ist die größte Insel im Nationalpark.

Das Hochland des Dornbusch, ein eiszeitlicher Stauchmoränenkern, überragt mit seinem Leuchtturm die flache Landschaft im Süden und im Osten. Starke Abtragung am Dornbuschkliff, verbunden mit einem Materialtransport in östliche Richtung ließ die beiden Sandhaken Alter und Neuer Bessin inzwischen weit ins Wasser hinauswachsen. Das Vogelbrut- und Vogelrastgebiet auf dem Neuen Bessin darf nicht betreten werden, auf dem Alten Bessin sind Wanderer willkommen. Zu einem besonderen Erlebnis wird eine Wanderung durch die Dünenheide zwischen Vitte und Neuendorf, die im Spätsommer ihre ganze Blütenpracht entfaltet. Die Südspitze der Insel, der Gellen, eine baumlose Heide- und Dünenlandschaft ist als eine besondere Ruhezone ausgewiesen. Auf den angrenzenden Wattflächen finden zehntausende Wat- und Wasservögel Nahrung.

Kontaktdaten Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft
Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft
Im Forst 5
18375 Born
 
Telefon: 038234/502-0
Telefax: 038234/502-24
 
Internet: www.nationalpark-vorpommersche-boddenlandschaft.de
E-mail: poststelle@nlp-vbl.de
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