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Fischland-Darß
Traditionelles Tonnenabschlagen - auch Tonnenfest genannt

Wussten Sie das?


2016 wurde das Tonnen­abschlagen von der Deutschen Unesco Kommision in das "Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes" aufgenommen.

Vielerorts an der Ostseeküste findet alljährlich das "Tonnenabschlagen" statt - ein alter Brauch. Dabei handelt es sich um einen Wettstreit, der meist zu Pferde ausgetragen wird. Einem hängenden, mit Laub und Bändern geschmücktes Holzfass, werden beim Unterdurchreiten der Boden, die Stäben, ... mit einem Knüppel herausgeschlagen. Geritten wird um die Königswürde des Tonnen-, Stäben- bzw. Bodenkönigs - sie bleibt bis zum nächsten Tonnenabschlagen bestehen.

Bodenkönig wird der Reiter, der das letzte Stück des Bodens aus der Tonne schlägt. Jener Reiter, dem es gelingt, das letzte Stück Stäbe von der Tonne abzuschlagen, darf den Titel Stäbenkönig tragen. Übrig ist jetzt nur noch der durch ein Holzkreuz verstärkte Deckel. Der Reiter, der das letzte Holzstück abschlägt, ist Tonnenkönig - die höchste Ehre, die einem Reiter zuteil werden kann.

Seit 2019 gibt es das Darßer Damen-Tonnenabschlagen. Es reiten nur Frauen.

Für das Tonnenfest in der kälteren Jahreszeit, z.B. dem Fastnachtstonnenabschlagen, wird das Holzfass so präpariert, dass das Tonnenabschlagen nach etwa 20 Minuten beendet ist.

Diese Feste werden monatelang mit viel Liebe vorbereitet. Alles putzt sich heraus, der Ort wird geschmückt, die Festwiese hergerichtet und für Speis und Trank gesorgt. Musikkapellen begleiten die Reiter mit ihren geschmückten Pferden beim Umzug durch den Ort.
Auf der Festwiese verfolgen Gäste und Einheimische den Wettstreit und jubeln den Reitern zu. Am Ende werden der Tonnenkönig, Bodenkönig, bzw. Stäbenkönig, mancherorts auch der Sandkönig gekürt. Ein aufregender Tag, nicht nur für die Reiter, sondern auch für die Gäste, findet seinen krönenden Abschluss beim Tanz, dem Tonnenball.

Tonnenfeste & Tonnenkönige

Fischland-Darß-Zingst - TIPP

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