Ein Projekt des Darß-Museums, Prerow
Seit der Entdeckung und Besiedelung der Küstenregion durch Menschen, spielen Boote eine herausragende Rolle.
Sei es um selbst an das andere Ufer zu gelangen, also zur Personenbeförderung oder zum Fischfang, zum Transport von Baumaterial für Behausungen, Nahrungsmitteln, Vieh, Fisch, Getreide, Gemüse, Roh- und Brennstoffen auf die Insel oder zum Festland.
Denkt man an die Bedeutung der Fischerei als Erwerbszweig und wichtigste Nahrungs- und Nebenerwerbsquelle über Jahrhunderte, an die Bedeutung des Bootsbaugewerbe aufgrund der geographischen Lage und infrastruktureller Abgeschiedenheit und schließlich die Entwicklung der Handelsschifffahrt kann man sagen: Boote waren über sehr lange Zeit "Lebensmittel" auf Zingst-Darß-Fischland genau wie auf allen anderen bewohnten Inseln und Halbinseln.
Das Projekt "Jahr der Boote" stellt das Boot in den Mittelpunkt und vernetzt zugleich, das heißt es bringt Menschen und Institutionen zusammen, die heute mit Booten befasst sind, ganz gleich ob mit Einbaum, Slawenboot, Polt, Heuer, Zeesboot, Jacht oder Bark.
Es lädt aber auch ein, das Boot als Sinnbild zu sehen: die Arche, das Rettungsboot, das Boot in dem wir alle sitzen, das Boot das uns zu neuen Ufern trägt, oder das Boot des Petrus in das Jesus stieg, um vom See aus zu lehren und das so zur Kanzel wurde.
Die Veranstaltungen im "Jahr der Boote" reichen von Lesungen und Vorträgen über Kunstausstellungen, Boote schnitzen für Kinder, einem maritimen Mark bis zum Mitmach-Kurs Holz-Bootsbau für Jugendliche und Erwachsene.
Dabei geht es um traditionelle Holzboote, Eissegler, maritimes Handwerk, Boote in der Malerei, Kirchen-Schiffsmodelle, Sinnbilder und Sprichwörter, Wrackfunde aus der Ostsee, typische alte Fischerboote, phantasievolle "Schiffsvariationen", Strandungen und Schiffsunglücke.
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