
Beitrag: Brigitte Hildisch in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Helga Konow, Nationalparkamt Vorpommern
Auf dem Boddendeich, unweit des Ortes Zingst, ist die Kranichbeobachtung an mehreren Stellen möglich. Zusätzlich zu den Hütten stehen auch Plattformen bereit. Man hat den direkten Blick auf die im Bodden gelegene Insel Kirr, auf der Kraniche landseitig im Uferbereich ihren Schlafplatz belegen. Der Vorteil dieses Beobachtungsplatzes liegt darin, dass die Vögel unabhängig vom Wasserstand in den Morgen- oder Abendstunden ein- bzw. ausfliegen.
Hinweis: Die Einrichtung, die westlich des Ortes gelegen ist, bietet:
Die Hütte in Pramort erfordert durch ihre Nähe zum Windwatt Bock und den Werder-Inseln eine besondere Zurückhaltung bei der Beobachtung. Solange die Kraniche einfliegen ist es unbedingt notwendig, sich im Schutz der Hütte aufzuhalten. Das Beobachten sollte in aller Stille erfolgen. Pramort liegt in der Einflugschneise der Kraniche.
Nach Pramort gelangt man zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, sich in einer Pferdekutsche zur Hütte bringen zu lassen.
Bitte beachten: auf grelle Kleidung verzichten
Hinweis:
In der Nähe von Groß Mohrdorf, einer Einrichtung zum Kranichschutz Deutschlands, liegt die Beobachtungshütte Bisdorf. Der Ansturm von Besuchern auf diese Hütte ist oft sehr groß. Hier bieten sich ideale Möglichkeiten zum Beobachten, da die Kraniche abends dieses Gebiet in Scharen in Richtung Windwatt Bock überfliegen oder dann morgens ihre Schlafplätze wieder verlassen. Während des Überfluges hört man die Vögel weithin. Kraniche, die sich boddenseitig des Großen Werders zum Schlafen niederlassen, kann man ebenfalls von hier aus gut beobachten.
Hinweise:
Am Günzer See und in Hohendorf ist von baulichen Anlagen aus die Beobachtung der Kraniche bei der Nahrungsaufnahme auch am Tage möglich.
Hohendorf erhielt durch die Hilfe des "Vereins zum Schutze und Erhalt des Kranichrastplatzes Rügen-Bockregion" e.V. den "Kranich-Utkiek", eine ehemalige Kartoffelhalle. In unmittelbarer Nähe der Beobachtungsstelle werden die Vögel mit Mais oder Getreide angelockt. Diese sogenannte „Ablenkfütterung“ dient nicht nur der Beobachtung. Sie hilft auch den Landwirten, ihre umliegenden Felder in einem gewissen Maße vor Schäden zu bewahren. Die Vögel können von dieser Beobachtungseinrichtung aus recht gut fotografiert werden, da die Kraniche ganz nahe ihr Futter aufnehmen. Mit viel Glück kann man im Herbst sogar noch Szenen aus dem Familienleben der Vögel beobachten.
Hinweis:
Am Boddenufer in Zarrenzin befindet sich eine Plattform, von der aus ebenfalls die Kraniche zu beobachten sind. Der Besucher erlebt die Vögel beim Überfliegen in Richtung oder aus Richtung Windwatt kommend.
Hinweis:
Auch auf den Feldern rechts und links der Landstraße zwischen Barth und Stralsund sind sie häufig zu beobachten. Aber bitte, beobachten Sie vom Auto aus. Im Auto sieht der Kranich nicht die Gefahr, wohl aber im Menschen!
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